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1. Intensivpflegetag – Gemeinsam für mehr Lebensqualität schwerstkranker Menschen

Am 6. Juni 2012 organisierte der Verein für Intensivpflege den 1. Intensivpflegetag in Mecklenburg-Vorpommern. Zahlreiche Akteure aus Pflege, Medizin, öffentlicher Sozialverwaltung und Politik diskutierten über den Stand und die Zukunft der außerklinischen Intensivpflege.

Die außerklinische Intensivpflege gewinnt auch in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren an Bedeutung. Zwischen 2001 bis 2011 verzeichneten AOK Nordost sowie die Ersatzkrankenkassen eine exponentielle Steigerung der Fallzahlen. Von einem weiteren Anstieg infolge des demographischen Wandels ist auszugehen.

Neueste Entwicklungen in Medizin und Pflege ermöglichen es, schwerstkranke Menschen in ihrer Häuslichkeit zu versorgen. Bis vor wenigen Jahren wurden Kinder und Erwachsene mit intensivpflegerischem Behandlungsaufwand nur in stationären Pflegeeinrichtungen betreut. Insbesondere die fehlende Möglichkeit einer außerklinischen Beatmung stellte das größte Hindernis für eine Versorgung in den eigenen vier Wänden dar.

Mittlerweile existiert auch in Mecklenburg-Vorpommern eine Vielzahl an ambulanten Versorgungsangeboten. Dieses Mehr an Quantität geht jedoch nicht automatisch mit einem Mehr an Qualität einher. Schwerstkranke Menschen Zuhause zu pflegen, erfordert in erster Linie hochqualifiziertes Fachpflegepersonal. Bislang wurden diese Fachkräfte ausschließlich in Intensivstationen von Krankenhäusern vorgehalten.

Der Verein für Intensivpflege versteht sich als Forum und Netzwerk für alle Akteure in der außerklinischen Intensivpflege. Neben dem ambulanten Pflegedienst gehören dazu Hilfsmittelunternehmen, Weiterbildungsträger, Sozialdienste, Krankenkassen, Sozialbehörden sowie Ärzte und Apotheker. Weitere Partner in dieser Versorgungskette sind ebenso Vertreter aus Verbänden, Politik, Medien und regionalen Wirtschafts- und Dienstleistungsunternehmen.

Ziel der Vereinsarbeit ist es, dieses Netzwerk im Sinne einer verbesserten Versorgungsqualität zu entwickeln. Die Fort- und Weiterbildung des Pflegepersonals stellt dabei die zentrale Aufgabe dar. Außerdem soll eine breite Öffentlichkeit für die Belange schwerstkranker Kinder und Erwachsener interessiert werden. Der Intensivpflegetag in Waren (Müritz) will einen ersten Schritt in diese Richtung unternehmen.

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